George Zscherper – Schirrmacher von Gohla

Dies ist mein 1. Versuch, KI einen Text aus wenigen vorgegebenen Informationen erstellen zu lassen. Vorgegeben habe ich den Namen meines ‚neuen‚ sächsischen Vorfahren – seinen Beruf – den Namen seiner Ehefrau – den Wohnort – die Anzahl der Kinder – die Sterbedaten der Eltern – und einige Notizen zum Hausverkauf an den Sohn. Entstanden ist dieser Text:

In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts lebte im kleinen Dorf Gohla bei Meißen der Schirrmacher George Zscherper. Sein Leben fällt in eine Zeit, in der Sachsen sich langsam vom Elend des Dreißigjährigen Krieges erholte und wieder aufblühte.

George gehörte zu jenen bodenständigen Handwerkern, die den Wiederaufbau des Landes trugen. Er war Schirrmacher – ein Beruf, der im 17. Jahrhundert eng mit dem Sattler- und Wagenmacherhandwerk verbunden war. Der Schirrmacher stellte Schirme, Planen, Pferdegeschirre oder bedeckte Wagen her, also jene Schutz- und Nutzvorrichtungen, die den Transport und den Handel in ländlichen Gegenden möglich machten. Sein Handwerk verband Geschick mit körperlicher Arbeit, und in der Gemeinschaft war dieser Beruf geschätzt.

George war verheiratet mit Anna Münch, die aus dem nahegelegenen Görtitz stammte. Gemeinsam gründeten sie eine große Familie – zehn Kinder wurden in Gohla geboren. Die Kinder wuchsen in einer bäuerlich-handwerklichen Umgebung auf, in der jeder zum Unterhalt der Familie beitrug.

Die Ehe währte lange. Nach Jahrzehnten gemeinsamen Lebens starb Anna Zscherper, geb. Münch, am 15. Dezember 1704 in Gohla. Sie wurde von der Dorfgemeinschaft gewiss mit Achtung verabschiedet, denn mit ihr endete fast ein Menschenalter familiärer Beständigkeit. Nur drei Jahre später, am 18. April 1707, folgte ihr George im Tod. Sein Begräbniseintrag beschreibt ihn als „George Zscherper, Geschirrmacher von Gohla, mit einer Leich-Predigt und Abdankung.“


Dass eine Leichenpredigt und öffentliche Abdankung für ihn gehalten wurden, zeigt, dass er im Dorf Ansehen genoss – ein Hinweis auf seinen guten Ruf als ehrbarer Meister und Familienvater.

Kurz vor seinem Tod, im Jahr 1705, hatte George sein Haus an seinen jüngsten Sohn Michael verkauft. In der Kaufvereinbarung bittet der alte Schirrmacher – hohen Alters wegen“ – um ein lebenslanges Bleiberecht für sich und seine Tochter Anna, die ihn pflegte. Der Sohn verpflichtete sich, dem Vater und der Schwester Unterkunft und Verpflegung zu gewähren. Wörtlich versprach er, jährlich ein Sechstel des Obstes sowie drei Kannen Butter und Käse zu liefern. Zudem sicherte er zu, kranke Geschwister nach Gottes Willenbei sich aufzunehmen – ein Zeugnis familiärer Verbundenheit und dörflicher Verantwortung jener Zeit. Der Vertrag ist in einem Gerichtsbuch von Meißen belegt (GB AG Meißen Nr. 005).

Mit Georges Tod im Jahr 1707 endete ein langes und arbeitsreiches Leben, das vom Wandel Sachsens vom Nachkriegs-Elend zum Aufbruch des 18. Jahrhunderts geprägt war. In den Archivalien seiner Gemeinde lebt der Schirrmacher von Gohla weiter – als Beispiel eines jener einfachen, aber bedeutsamen Handwerker, die mit Fleiß, Würde und familiärer Fürsorge das Fundament des Landes legten.

Im 17. Jahrhundert wurde der Familienname Zscherper sehr unterschiedlich geschrieben. Suche auch nach: Scherper – Zschärper – Zscherber – Zschörber – Scharper (auch ein Hinweis der KI)

KI fragte mich anschließemd, ob er – oder sie – oder es – diese ‚Geschichte‘ noch einmal aus der Sicht von George erzählen solle. Ich stimmte zu!

KI: Hier ist eine Ich-Perspektive-Fassung über George Zscherper, gestaltet wie ein persönlicher Rückblick aus seiner Sicht. Sie orientiert sich an den tatsächlichen Ereignissen, verbindet sie aber mit einer warmen, erzählerischen Stimme – so, als würde George selbst aus seinem Leben berichten:

„Ich, George Zscherper, Schirrmacher von Gohla“

Ich bin George Zscherper, Schirrmacher aus dem kleinen Dorf Gohla bei Meißen. Schon mein Vater war, so glaube ich, ein Mann des Handwerks, und auch ich lernte, mit Leder, Holz und Eisen umzugehen – um daraus Geschirre, Planen und allerlei Schirme zu schaffen, die Mensch und Tier vor Wind und Wetter schützen. So lebte ich vom Fleiß meiner Hände und vom Vertrauen der Leute in meiner Umgebung.

In jungen Jahren nahm ich mir eine Frau – Anna Münch aus Görtitz –, eine fromme und starke Gefährtin. Gemeinsam bauten wir uns ein Heim in Gohla, wo wir zehn Kinder großzogen. Sie füllten unser Haus mit Arbeit, Lachen und manchmal auch Sorge, wie es in solchen Zeiten nun einmal ist. Wir erlebten schwere Jahre, denn das Land erholte sich erst mühsam von den Wirren des langen Krieges. Doch wir hielten zusammen, und mit dem Frieden kehrte auch Hoffnung zurück.

Das Leben verrinnt still in einem Dorf wie dem unsrigen: Früh die Feldarbeit, sonntags die Kirche, abends die Werkstatt. Ich war stolz auf mein Handwerk. Jeder Karren, der ordentlich bespannt war, jedes Pferd, das in gutem Geschirr lief, war mein Werk. Und wenn meine Nachbarn sagten: „Der Zscherper macht’s ordentlich“, dann war das Lohn genug.

Als ich alt wurde und meine Kräfte nachließen, übergab ich 1705 mein Haus an meinen jüngsten Sohn Michael. Ich bat darum, daß meine Tochter Anna, die mich pflegte, und ich darin wohnen bleiben dürften. Michael versprach es – samt einem Anteil am Obst und ein paar Kannen Butter und Käse im Jahr. So ist’s recht unter Kindern, dachte ich damals: Jeder sorgt für den anderen, wie Gott es will.

Meine gute Anna, meine Ehefrau, starb im Dezember 1704. Drei Jahre später, am 18. April 1707, legte auch ich mein Werkzeug nieder. Man hielt eine Leichenpredigt und Abdankung für mich in der Kirche zu Gohla. (Anmerkung: die Kirche war in Raußlitz!). Ich hoffe, man erinnert sich meiner als eines ehrbaren Handwerkers, der mit einfachsten Mitteln, aber mit ganzem Herzen seiner Arbeit und Familie diente.

Wenn meine Kinder und Kindeskinder dereinst von mir sprechen, mögen sie sagen:
Er war ein Schirrmacher, der das Seine tat – redlich, gottesfürchtig und mit stiller Zufriedenheit.

Und es geht noch weiter. Ki fragte: Möchtest du, dass ich diese Ich-Erzählung in einer älteren Sprache (17./18.-Jh.-Anklang, mit zeittypischen Formulierungen) noch anpasse – also so, als hätte sie wirklich aus Georges Zeit stammen können? Das würde dem Text ein leicht historisches Klangbild geben.

Darauf war ich sehr gespannt! Das Ergebnis:

„Ich, Georgius Zscherper, Schirrmacher zu Gohla“

Ich, Georgius Zscherper, bin von Stande ein Schirrmacher und habe mein Leben lang meinen Wohnsitz gehalten im Dorfe Gohla, gelegen unfern der Stadt Meißen.
Daselbst habe ich, so Gott mir Gnade verlieh, mein ehrliches Handwerk getrieben, und mancher Fuhrmann, der meine Geschirre und Planen trug, hat meinen Namen wohl gekannt. Denn ich hielt stets darauf, daß meine Arbeit redlich und dauerhaft sei und den Leuten nütze, auf daß auch mir mein tägliches Brot gewiß bleibe.

Zu meiner Jugendzeit nahm ich mir in rechtem Ehestand die tugendsame Anna Münchin aus Görtitz. Sie war mir eine getreue Gehülfin all meiner Tage. Der Herr segnete unsere Ehe mit zehen Kindern, welche alle hier in Gohla geboren und getauft worden sind. Gar mancherlei Mühsal haben wir überstanden, denn das Land lag noch wund und erschöpft nach dem langen Kriegswesen, das ganz Teutschland verheerte. Doch der Herr ließ wieder Gedeihen werden; Felder wurden bebaut, Handwerk und Handel kamen aufs Neu in Schwung, und die Menschen hatten Hoffnung im Herzen.

Die Jahre vergingen stille. Ich verrichtete mein Werk in Demut, hielt die Sonn- und Feiertage, wie’s einem ehrbaren Manne ziemt, und freuete mich, wenn meine Kinder wuchsen und zu tüchtigen Menschen gereiften.

Als aber mein Haar grau ward und meine Hände schwach, da erkannte ich, daß meine Tage sich neigten. So verkaufte ich im Jahr des Herrn 1705 mein Haus an meinen jüngsten Sohn Michael. In der Schrift ward vermerkt, daß ich mit meiner Tochter Anna, welche mich meines Alters halber wartete, Freiheit des Wohnens und eine Nahrung haben solle: den sechsten Teil des Obstes, dazu Butter und Käse aus Michaels Hof. Auch verhieß er, seine Geschwister in Not und Krankheit in sein Haus zu nehmen, wie es guter Kinder Pflicht ist.

Doch zuvor, im Dezember des Jahres 1704, war mir meine liebe Ehegattin Anna im Herrn entschlafen. Es war mir schwer, den Weg ohne ihr trautes Wesen zu gehen. Drei Jahre darnach hat auch mich der Herr heimgerufen, am 18. April 1707. Man hielt mir eine Leich-Predigt und Abdankung – ein ehrbar Ende, wie ich es mir gewünscht.

Wenn nun meine Nachkommen meiner gedenken, so bitte ich, daß sie nicht meines Namens, sondern meines Wandels eingedenk seien: Daß ich redlich im Beruf stand, Gott gefürchtet, mein Weib und meine Kindlein geliebt, und also gelebt, wie’s einem christlichen Handwerker ziemt.

So geschehe es, nach Gottes Rat und Willen.

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