Finken, Pr. Eylau

Finken liegt an der Strecke von Landsberg nach Mehlsack und heißt heute ‚ZIĘBY‚. Der Ort existierte schon in früher prußischer Zeit. ‚Bald nach 1564 kaufte Johann von Kreytzen auf Gr. Peisten von einem Herrn von der Groeben Finken mit der „Teufelsmühle“ … Hierbei wird die Mühle erstmals genannt.  …. 1785 hatte das adelige Dorf Finken mit Papier- und Mahlmühle 10 Feuerstellen. Es gehörte zur Kirche Buchholz (Horst Schulz, Die Städte und Gemeinden des Kreises Pr. Eylau, S. 383).

Finken_Plan

Ausschnitt aus einem Messtischblatt (Quelle: MAPSTER)

Diese o.g. ‚Teufelsmühle‘ wird später ‚Grundmühle‚ genannt. Finken und diese Mühle gehören zu Beginn des 18. Jahrhunderts zur Begüterung Kl. Steegen. ‚1719 lesen wir darüber: „Finken Mahlmühle, Besitzer Johann Eberhard von Tettau, Kl. Steegen. 1 Hufe Land. Aussaat 10 Scheffel Roggen, 4 Scheffel Sommerkorn. Die Mühle mit 2 überschlägigen Gängen; der Müller gibt der Herrschaft 100 Mark Mahlgeld, 22 Mark für Fischerei im Mühlenteich, 15 Mark Zins für die Hufe Land, 20 Scheffel Korn zur Aussaat und 2 Last Nutzgetreide im Jahr. Steuer 2 Taler, 29 Groschen, 9 Pfennig.“ (Horst Schulz, Die Städte und Gemeinden des Kreises Pr. Eylau, S. 386).

Diese Abgaben betreffen meinen Vorfahren Johann Wilhelm Hellwich. Bevor er um 1724 als Müllermeister und später Arendator der ‚Gräflich Schwerinschen Mühle‘ nach Landsberg geht, ist er als Müllermeister in Finken, wo – nach seiner Eheschließung mit Anna Soecknick – auch seine ersten Kinder geboren werden.

Später wird die Mühle erneut umbenannt in ‚Mahlmühle Finken‚. Von etwa 1785 bis 1835 gehört die Mühle zur Begüterung Gr. Peisten.

Durch den Ort Finken bin ich mehrfach gefahren. Nun kann ich es jederzeit – auch wenn ich in Oldenburg sitze, denn Tadeusz hat auch in Finken gefilmt! Hier findet man den Film. Danke, Tadeusz!

Finken_Ortsende_RichtungMehlsack

Das Photo stammt aus dem Film.

Es zeigt die hügelige Landschaft an der Ortsausfahrt in Richtung Mehlsack.

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15 Antworten zu Finken, Pr. Eylau

  1. Silvin Korte sagt:

    Mein Großvater Arthur Packheiser hat diese Grundmühle später gekauft. Ich würde gerne mehr über die Mühle erfahren. Vielleicht gibt es ja irgendwo noch Bilder von der Mühle besonders vom Wohnhaus.

    L.g

    • Grunwald sagt:

      Hallo,mein Urgroßvater Eduard Grunwald stammt Finken.

      • Silvin Korte sagt:

        Hallo, damit hatte ich nicht gerechnet das ich eine Antwort bekomme.
        Mein Vater Arthur Packheiser kennt Ihren Urgroßvater.
        Ihr Urgroßvater war immer sehr freundlich zu meinem Vater und seinen Geschwistern, wenn sie zur Schule gingen.
        LG

        • Nicole Grönecke sagt:

          Hallo Silvin,mein Name ist Volker Grönecke geb. Bortz mein Opa war Kunde bei deinem Urgroßvater.Ich und mein Vater waren 2009 in Finken und waren auch runter zur Grundmühle weil er sie noch einmal sehen wollte weil sie dort am Bach immer viel gespielt und auch geangelt haben,Ich habe immer ein Bild vor Augen von der Grundmühle zumindest Exestieren noch einige Bilder von Finken in unserer Familie und ich meine dort ist auch ein Bild von der Grundmühle!

          • Iwanczewski sagt:

            Hallo Herr Grönecke. Ich bin ein Bewohner der aktuellen Finken. Ich bin Polin und entschuldige mich für eventuelle Fehler im Deutschen. Ich würde gerne Ihre Fotos aus unserem Dorf sehen.

          • Iwanczewski sagt:

            Hallo Herr Grönecke. Ich bin ein Bewohner der aktuellen Finken. Ich interessiere mich für Ihre Fotos von unserem Dorf. Entschuldigung für meine schlechte Deutschsprache.

          • Silvin Korte sagt:

            Hallo Nicole,
            nach langer Zeit bin ich wieder auf diese Seite gegangen und fand Ihre Nachricht.
            Ich würde gerne das Bild von der Grundmühle sehen.
            Ist es möglich mir das Foto in einer Mail zukommen zu lassen?

        • Iwanczewski sagt:

          Hallo, da ich derzeit in Zięby wohne, kann ich aktuelle Fotos der Mühle senden.

      • Iwanczewski sagt:

        Hallo, Herr Grunwald. Als Einwohner von Finken kann ich Ihnen sagen, dass Ihre Familie auch nach den Umsiedlungen im Dorf in Erinnerung geblieben ist. Der Name Grunwald wurde als Name für die Gegend im Dorf verwendet, wahrscheinlich für die Gegend, in der Ihre Familie lebte.

        • Grunwald sagt:

          Hallo,ich bedanke mich für die Antwort. Ist der Hof meiner Familie noch existent? Ich kenne den Ort Finken leider nicht ,nur aus erzählungen.Viele Grüße

          • Iwanczewski sagt:

            Ich bin mir nicht sicher, welches Haus es war. Es scheint mir jedoch, dass es verfallen ist. Ich habe gehört, dass die Fundamente und Geländer noch da sind.

        • Nicole Grönecke sagt:

          Hallo Iwanczewski hier ist Volker Grönecke wenn sie sich für das alte Finken und dessen Bewohner interssieren ich habe hier einige Bilder aus 2009 von den Höfen die mein Vater mit Hof Namen beschriftet hat vielleicht kann man Herrn Grunwald auch weiterhelfen! Was ich gerne wissen würde ,unsere alte Scheune steht noch das Haus ist weg was ist da passiert? Auch wer wohnt auf dem Hof meiner groß Tante und wird er noch bewirtschaftet? ich hätte viele offene Fragen! Wenn sie lieber auf Polnisch schreiben möchten das wäre nicht das Problem da ich hier in der Nachbarschaft eine nette Polnische Familie habe die mir das sicherlich übersetzen! Lg .

  2. Ursula Wenzke sagt:

    eine sehr schöne Auflistung der Mühlen. Da ich selbst Müller-Vorfahren habe, suche ich noch nach dem Müller Refort und seinen Kindern, besonders nach Anna Rosina Refort, die in Spitkowki Krs. Kosten auftaucht, deren Heirat mit Schäfer Gottfried Wenzke in der Provinz Posen im Kr. Kosten wegen verbrannter Kirchenbücher nicht mehr zu finden ist. Meine Frage: Ist Ihnen allen
    dieser Müller Refort schon einmal aufgefallen, da auch dessen Herkunft noch unbekannt ist.

  3. Dieter Adomeit sagt:

    Eine Frau Anna Rosina Refort ist eine Vorfahrin von mir, ebenso wie Gottfried Wentzke lebend in Racot Kreis Kosten, als Schafmeister für die Herrschaftsfamilie von Kottwitz in Spitkowki. Meine Mutti geborene Ursula Wenzke (verstorben mit 103 Jahren in Sep 24) hat Abschriften von Kirchenbüchern 1936 angefertigt.. Dem ging eine Familiensaga voraus, daß Gottfried oder dessen Sohn Friedrich ein unlegitemiertes Kind der Fürstenfamilie von Raziwill war

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