Kumkeim – Kumkiejmy

Das heutige Ortsschild (Google Street View)

‚Der Ort Kumkeim war ein altes prußisches Dorf im Gau Natangen, das um das Jahr 1400 erstmalig als „Comekaym“ erwähnt wird. … Kumkeim gehörte zum Kammeramt Worienen der Komturei Balga und zum Kirchspiel Eichhorn. … Nach 1700 waren in „Kumbkeim“ 7 Bauern, die Scharwerk auf dem Amtsvorwerk Gallehnen leisten mussten. … 1785 hatte das Königliche Dorf Kumkeim 18 Feuerstellen … 1846 waren in Kumkeim bereits 27 Wohngebäude und 195 Bewohner‘. (Quelle: Horst Schulz, Die Städte und Gemeinden des Kreises Pr. Eylau, Seite 302)

Der Weg nach Eichhorn (Google maps)

Das Kirchdorf Eichhorn lag ungewöhnlich weit entfernt. Die Bewohner von Kumkeim mussten etwa 9 km zurücklegen, um den Gottesdienst besuchen zu können.

Dorfausgang in Richtung Eichhorn

‚Nach der Separation entstanden viele Abbauten, die teilweise sogar als „Klein-Kumkeim“ und Vorder-Kumkeim“ eigene Namen erhielten, aber stets weiter zum Dorf gehörten‘. (Horst Schulz)

Im Jahre 1928 wurde die Gemeinde Kumkeim mit den Ortsteilen Kl. Kumkeim, Vorder-Kumkeim, Saagen und Wokellen gegründet, zu der insgesamt 41 Wohngebäude, 96 Haushalte mit 475 Einwohnern gehörten. ‚1933 hatte die Gemeinde 474 Einwohner; der Ortsteil Wokellen war aufgesiedelt worden, die Anzahl der Wohnhäuser und Haushalte war gestiegen. Durch die Anlage des Truppenübungsplatzes Stablack (1935) verlor die Gemeinde fast den ganzen Ortsteil Saagen‘. (Horst Schulz)

Der obere Plan wurde 1979 von Horst Zimmermann im Anschluss an einen Besuch des Ortes gezeichnet – unten ein Blick auf Kumkiejmy heute. Auf dem nachfolgenden Bild müsste der ehemalige Hof von Familie Simon zu sehen sein, an dem ich mit Hilfe von Google Street View direkt vorbeilaufen konnte.

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2 Kommentare zu Kumkeim – Kumkiejmy

  1. Hermann sagt:

    Hallo Frau Gegner-Sünkler,

    vielen Dank für den kurzen Artikel über Kumkeim. Mein Großvater stammt aus Kumkeim oder Schönwiese, leider weiß ich als 1980 geborender das nicht mehr so genau.
    Mit meinen Eltern haben wir in den 90er auch einmal ein Reise in die Dörfer unserer Vorfahren gemacht (Schlesien und Ostpreußen) ohne weiter Informationen war es aber nur eine Stipvisite.
    Die Fotos sehen aber ähnlich aus, nur die beiden rechtwinkligen Gewässer sind mir damals nicht aufgefallen.

    Auf der abgebildeten Karte befinden sich 2 Gehöfte mit dem Namen Herrmann, hierzu hätte ich Fragen:
    1. Wir werden aktuell Hermann und nicht Herrmann geschrieben, wann diese Änderung eintrat weiß ich nicht?
    2. Kann man das weiter differenzieren um zu klären welches Gehöft mir näher steht?
    3. haben sie noch mehr Fotos?
    4. Kennen sie jemanden der mir noch weitere Informationen geben kann?

    Mit freundlichen Grüßen

    Michael Hermann

  2. Annette Scheffler sagt:

    Ebenfalls herzlichen Dank für Ihre Arbeit!! Ich habe auch Vorfahren meiner Großeltern- bis Ururgroßelterngeneration aus diesem Raum. Die meisten stammen aus Orschen und Schönwiese, aber eine entfernte Verwandte war auch aus Kumkeim. Ich habe schon länger nicht mehr auf Ihrer Seite vorbeigeschaut und freue mich über den Artikel zu Kumkeim, den ich noch nicht kannte.
    Viele Grüße, Annette Scheffler

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