‚Ich verbiete jede Collation‘ – Ponarth 1809

Wenn man Vorfahren hat, die einst in Ponarth bei Königsberg lebten, und man sich über deren Lebensumstände informieren möchte, ist die von Ernst Hartmann verfasste Geschichte des Dorfes Ponarth bei Königsberg i. Pr.‘ eine wahre Fundgrube. Sie wurde 1963 vom Johann Gottfried Herder Institut (in Form eines Manuskrips) unter Nr. 69 der Wissenschaftlichen Beiträge zur Geschichte und Landeskunde Ost-Mitteleuropas herausgegeben und ist hier in digitalisierter Form zu finden.

Ernst Hartmann hat diese Zusammenstellung bereits 30 Jahre vor der Veröffentlichung ausgearbeitet – es konnten also noch viele Unterlagen ausgewertet werden, die später in den Kriegswirren  verloren gingen.

Nachdem sie am 24. November des Jahre 1777 in Kl. Dexen den cöllmischen Gutsbesitzer Christian Ankermann geheiratet hat, landet auch Dorothea, die jüngste Schwester meines 5-fachen Urgroßvaters Johann Christoph Ankermann aus Pompicken in Ponarth. Christian Ankermann und seine Ehefrau Dorothea bekommen in der Zeit von 1778 bis 1793 insgesamt 9 Kinder.

Gottfried Ankermann, Christians Bruder, ist ebenso Freicöllmer in Ponarth – später zudem Posthalter auf dem Haberberg.

Beide sind Söhne des Cöllmers Jacob Ankermann und dessen Ehefrau Regina Lem(c)ke, die aus der Ponarther Schulzenfamilie Lem(c)ke stammt.

Auch Mitglieder der Familie Ankermann werden von Ernst Hartmann mehrfach genannt – u.a. auch die o.g. Dorothea Ankermann. Kurz vor ihrem Tod – sie verstirbt am 19. März 1809 als Witwe in Ponarth – verteilt sie ihre Besitztümer und verbittet ihren Erben nach der Bestattung jegliche ‚Collation‚.

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Ein Kommentar zu ‚Ich verbiete jede Collation‘ – Ponarth 1809

  1. Filia sagt:

    Danke, Irmi! Es ist so toll, wenn man sowas findet!

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