‚Die Verdauungs Krafft war unvergleichlich gut‘

Am 18. März 1763 um 3 Uhr am Nachmittag verstirbt Abel Friedrich von der Groeben im hohen Alter von 92 Jahren auf seinem Erbgut Schönwiese bei Landsberg, Pr. Eylau. Am 13. April wird er in Petershagen bestattet. Der damalige Pastor Friedrich Wilhelm Drenckhahn notiert im Kirchenbuch zunächst:

‚Herr Abel Friedrich v. der Groeben, weyland bestalt gewesener Capitain bey der Garde des Königs v. Pohlen und Churfürsten in Sachsen Auugusti II, welcher d. 26ten Frebr. 1676 in Weskeim gebohren, und d. 18ten Mertz 1768 um 3 Uhr nach Mittage auf seinem Erbgut Schönwiese gestorben, nachdem derselbe mit der hinterlaßenen Frau Witwe, Frau Maria Euphrosina v. Borcke, 54 Jahre in der Ehe gelebet, und sein Alter gebracht auf 92 Jahr 5 Wochen u. 4 Tage.

Dann fügt Pastor Drenckhahn aber noch einige spezielle Bemerkungen über die gesundheitliche Verfassung des Verstorbenen hinzu:

N(ota) Der Verstorbene behielte den völligen Gebrauch aller seiner Sinne bis an sein Ende. Die feinste Schrift laß er ohne Augen Gläßer (? – schlecht zu entiffern). Zur Ader hat er sich niehmalen gelaßen und dieses ex fluente haemorrhoidum ratione. Die Verdauungs Krafft war unvergleichlich gut, und der Cörper gegen die strengste Kälte abgehärtet. Wenige Jahre *ante obitum* muste er sich wegen eines gethanen Falles der Krücken bedienen‘.

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