Daniel Haase, Pfarrer in Borken, Pr. Eylau

Über den in einem früheren Beitrag genannten Daniel Haase, Pfarrer in Borken, Pr. Eylau, fand ich einen Aufsatz in der ‚Altpreußischen Monatszeitschrift zur Spiegelung des provinziellen Lebens Ostpreußen‘ (S. 709-729); erschienen 1866 in Königsberg – verfasst von Pfarrer Adolf Rogge in Hohenfürst, Kirchspiel Heiligenbeil.

Noch 1866 (und vermutlich auch später) hing demnach ein Portrait Daniel Haases in Lebensgröße in der Kirche zu Borken und ‚bezeugt die Achtung und Liebe, welche derselbe sich einst bei seiner Gemeinde erworben‘ schreibt Pastor Rogge.

Kriegsnoth und Elend lasteten damals auf dem Lande … Es war keine bloße Phrase, wenn im Taufbuch jede Geburt mit den Worten eingetragen wurde: „an diese mühselige und jammervolle Welt geboren:“ … Die Schweden waren ins Land gefallen. Von Friedland waren sie bis Schippenbeil vorgedrungen und bedrohten am Anfange des Jahres 1679 auch das Kirchspiel Borken. Die waffenfähige Mannschaft war keinen Augenblick sicher und mußte sich ‚zum Aufzuge‘ fertig halten‚ heißt es weiterhin.

Auch meine eigenen Vorfahren werden dieses Elend erlebt haben – sie wohnten nicht weit entfernt von Borken. Heute existiert nur noch diese Ruine – hier zwei eigene Photos aus dem Sommer 2011 (und auch die Kamera gibt es inzwischen nicht mehr – sie wurde mir einige Monate später in Berlin gestohlen:-)

 

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2 Antworten zu Daniel Haase, Pfarrer in Borken, Pr. Eylau

  1. Bönemann sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    gibt es Unterlagen aus der Zeit 1930-1945 von Rittergut Schönwiese? In dieser Zeit war dort ein Verwandter Gutsverwalter.

    • Irmi Gegner-Sünkler sagt:

      Hallo Herr Bönemann –

      das Gut Schönwiese wurde über lange Zeit als ‚Erbpachtsgut‘- zumindest seit 1879 – verwaltet von der Familie Stein – zunächst von dem Amtsrat Wilhelm Stein, dann von dessen Sohn Edmund. Bis 1945 blieb Schönwiese Erbpachtsgut dieser Familie – zuletzt, nach dem Unfalltod von Edmund Stein (1944) – wurde das Gut von dessen Ehefrau Erna Stein, geb. Hassenstein und dem Sohn Wolfgang Stein verwaltet. Sind das die Verwandten, die Sie meinen?

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