Genealogische Macke …?

Manchmal erschrecke ich selbst über meine Reaktion und vermute, dass ich allmählich eine ‚genealogische Macke‚ entwickle. Ein Beispiel von heute:

Am Vormittag arbeitete ich mit Freude an der Geschichte meiner ostpreußischen Vorfahren. Ich war damit beschäftigt, den Begriff der ‚Brustwassersucht‚ zu erklären – einer Krankheit, an der mein Vorfahre Christian Schmidt im Jahre 1797 in Polassen – einem kleinen Ort im Kirchspiel Eichhorn des Kreises Preußisch Eylau – verstarb …

Bei der Kontrolle seines Sterbeeintrags im Kirchenbuch lande ich beim Durchblättern zufällig auf einer Seite von Sterbeeinträgen des Jahres 1806 und lese: ‚den 17. Februar starb in Neukrug Lovise verehlichte Zwekelofski, geborene Worm, 45 Jahre, verlaßene Ehegattin des vor 10 Jahren entlaufenen Instmanns in Sand Adam Zwekelofski – welche sich Winter über in Dixen mit Spinnen ihr Brod verdiente, von da krank nach Neukrug zu ihrer Schwester geführt wurde, und daselbst starb. Sie wurde den 19. ejusdem auf dem hiesigen Kirchhofe begraben – Erbin: 1 Tochter Wilhelmine, 12 Jahre alt‘

Statt nun das zu tun, was ich eigentlich wollte – nämlich den Sterbeeintrag meines Ahnen zu kontrollieren – denke ich:

  • Oh Gott, was passiert nun mit Wilhelmine …?
  • Hoffentlich haben sich Lovises Geschwister um die Tochter gekümmert!
  • Oder ist vielleicht der Vater wieder aufgetaucht …?

Und bevor ich mich wieder meinem uesprünglichen Plan zuwenden konnte, verbrachte ich zunächst einmal einige Zeit damit, Lovises Familienverhältnisse zu untersuchen.

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Ein spannendes neues Projekt …

Seit einigen Wochen bin ich mit einem neuen Projekt beschäftigt. Mein Plan ist – ausgehend von meinen beiden Großvätern und beiden Großmüttern – sämtliche Forschungsergebnisse dieser 4 Linien zusammenzutragen und zu jeweils einem Buch zusammenzufassen. Ergänzt werden sollen die genealogischen Berichte durch Fotos – Einträge aus den Kirchenbüchern Dokumente Kartenmaterial Zeitungsausschnitte – Informationen über die Wohnorte der Familien – Erläuterungen der Berufe der jeweiligen Vorfahren und Beschreibungen ihrer Lebensumstände.

  • Die Vorfahren Hinrich Haesloops (1880-1961) – meines Großvaters mütterlicherseits – lebten überwiegend im heutigen Bremen-Nord und umliegenden Orten
  • die von Anna Lisette Kröger bzw. Schaumlöffel (1885-1945) – meiner Großmutter mütterlicherseits – stammen zum Teil auch aus dieser Gegend, aber auch aus Heiligenloh im Amt Ehrenberg und verschiedenen Orten in Hessen
  • Die Ahnen von Caroline Auguste Müller (1884-1970) – meiner Großmutter väterlicherseits – lebten teilweise im heutigen Bremen-Nord, in der Gegend von und um Sandstedt an der Weser, aber auch in Hoya und in Sachsen.

Da mich Ostpreußen am meisten begeistert und ich mich im Verlaufe der vergangenen 20 Jahre am intensivsten mit dieser Region beschäftigt habe, habe ich zunächst mit dem Schreiben über die Vorfahren meines in Landsberg – im Kreis Pr. Eylau – geborenen Großvaters Carl Ludwig Gegner begonnen.

250 Seiten sind bereits gefüllt und ich bin gespannt, was letztlich daraus wird!

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Literatur-Empfehlungen

Das Johann-Gottfried-Herder-Institut in Marburg an der Lahn hat in den Jahren 1960-1980 eine ganze Reihe fundierter wissenschaftlicher Beiträge zur Geschichte und Landeskunde Ostmitteleuropas herausgegeben, die mittlerweile digitalisiert wurden und in der Digitalen Bibliothek der Bayrischen Staatsbibliothek zu finden sind. Man kann sie von dort komplett downloaden.

Hier einige Beispiele:

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Bußgeld für ungebührliches Verhalten – Amt Balga 1674

Die Amtsrechnungen der ostpreußischen Domänenämter enthalten vor allem Auflistungen der von den Bewohnern der einzelnen – den Ämtern untertänigen – Orte zu leistenden Abgaben. Diese sind entweder in Form von Geldbeträgen zu zahlen – zum Beispiel für das bewirtschaftete Land oder für Holz, das den Wäldern entnommen oder vom Amt geliefert wird – aber auch in Form von realen Gütern wie Getreide oder Hühnern, die ans Amt zu liefern sind.

Über all diese Einnahmen wird genauestens Buch geführt! Oftmals werden sämtliche Untertanen der Dörfer namentlich genannt – die Amtsrechnungen sind deshalb wertvolle Quellen für die Familienforschnung.

Die in den einzelnen Orten ansässigen Cöllmer, Schulzen und Krüger werden separat aufgeführt, da sie anders besteuert werden. In den Amtsrechnungen des Königlichen Domänenamts Balga finde ich 1684 die beiden Schulzen Michael Timm und Hans Tiedemann aus dem Dorf Schönlinde im Kirchspiel Eichholz (Heiligenbeil), die dort 5 Huben zu cöllmischen Rechten besitzen.

Der Schulz Hans Tiedemann gehört zu meinen Vorfahren.

Ausschnitt aus den Amtsrechnungen – 1684

Eine besondere Einnahmequelle der Ämter stellen die Bußgelder dar, die von den Bewohnern bei Verstößen gegen bestimmte Verordnungen oder bei schlechtem Verhalten zu zahlen waren.

In den Auflistungen der Bußgeld-Einnahmen des Amts Balga aus dem Jahre 1674 entdeckte ich auch ein Mitglied der Schulzen-Familie Tiedemann, das für sein ungebührliches Benehmen vom Amtshauptmann mit einer Geldstrafe belegt wurde. Zahlen muss ‚des Schulzen Tiedemanns von Schönlinde Sohn (dafür) daß Er den Eysenbergschen Schulzen vor (=für) einen Hundtsfott u. unechten Schulzen gescholten‘.Ergänzung: auch der Schulz von Eisenberg

Der Begriff Hundsfott (Plural Hundsfötter) ist ein altes Schimpfwort, das heute vor allem zur Bezeichnung von Feigheit, Gemeinheit oder Niedertracht verwendet wird. … Nachweisbar ist die Verwendung als Schimpfwort seit dem 16. Jahrhundert. Das Wort leitet sich aus dem mittelhochdeutschen fud für das äußere Geschlechtsteil einer Hündin (lateinisch vulva canina) ab. (übernommen von Wikipedia).

Dieser Schulzen-Sohn ist vermutlich mein Vorfahre Peter Tiedemann, der um 1660 als Sohn des obigen Hans Tiedemann in Schönlinde zur Welt kommt und von seinem Vater später das Schulzenamt übernimmt. Falls ER es war, muss man ihm wohl zugute halten, dass er damals erst 17 Jahre alt war!

Einen weiteren Beitrag zu diesem Thema findet man hier. Bei der damaligen Durchsicht der Amtsrechnungen hatte ich diesen Bußgeldeintrag gar nicht entdeckt.

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Eine Spur nach Pinnau ins Kirchspiel Brandenburg, Heiligenbeil

Quelle: Christoph Hartknoch „Alt- und neues Preussen“

Am 24. Oktober 1731 wird mein VorfahreChristoff Ankermann aus Kriycken (=Krücken im Kirchspiel Creuzburg, Pr. Eylau), Neu angehender Wirth zu Pompicken mit Frau Maria verwitwete Kebbin aus Pompicken vertrauet“. Die Hochzeit findet in Klein Dexen statt.

Sechs Jahre zuvor – am 21.11.1725 – heiratete Maria in Klein Dexen ihren ersten Ehemann. Durch diesen Heiratseintrag erfahre ich ihre genaue Herkunft. Der Eintrag lautet – es heirateten Hans Kebbe, Kirchenvater zu Dexen, aus dem Hospitalsdorff Pompicken, mit Jfg. Maria, des seel(ig) Peter Kleinen, Krügers in Pinnau copulirt“.

Maria stammt demnach aus Pinnau im Kirchspiel Brandenburg, ihr Vater ist Krüger und zum Zeitpunkt ihrer Eheschließung bereits verstorben. Pinnau liegt relativ weit von Klein Dexen entfernt – in einer für mich bislang unbekannten ‚Ahnenforscher-Gegend‘.

Anhand der Kirchenbücher und mit Hilfe der Amtsrechnungen des Domänenamtes Brandenburg habe ich versucht, ein wenig mehr herauszufinden.

Der Pinnauer Krug existiert bereits seit 1483. Um 1660 wird er betrieben von Greger Arend.

Ausschnitt aus den Amtsrechnungen des Amtes Brandenburg

Um 1700 heißt der Krüger Heinrich Arend – seine Ehefrau Gertrude. Die beiden bekommen 2 Söhne namens Johannes und Henricus, die in den Jahren 1700 und 1701 in Pinnau geboren und in Brandenburg getauft werden. Im Taufeintrag des letzten Sohnes ist vermerkt, dass der Vater mittlerweile verstorben ist und in den Amtsrechnungen wird im Jahre 1703 ‚Heinrich Ahrendts Wittib zu Pinnau‚ als Besitzerin des Kruges genannt.

Ausschnitt aus den Amtsrechnungen des Amtes Brandenburg – 1703

Am 14. Juni 1703 heiratet Peter Klein die Witwe und übernimmt fortan den Pinnauer Krug. Im Kirchenbuch von Brandenburg ist zu lesen: ‚Den 14. Juny laßen sich ehelich zusammen geben der Gesell Peter Klein, seeligen Peter Klein, gewesenen Freyen zu zu Lemritten, im Zintischen nachgelaßener ehel(icher) Sohn. Cum Gertrude, seeligen Heinrich Arends, gewesenen Krügers in Pinnau.‘

Peter Klein und Gertrude sind die Eltern von Maria Klein und somit meine ‚neuenVorfahren. Die Kirchenbücher von Brandenburg sind leider an einigen Stellen sehr lückenhaft und unleserlich – Marias Taufeintrag fehlt noch. Marias Vater – Peter Klein – verstirbt im Juli des Jahres 1715. Nun will ich versuchen, Informationen über die Familie Klein in Lemritten zu finden.

Aber zunächst einmal habe ich – mit Hilfe von ‚Google Streetview‚ – die wunderschöne Gegend um Brandenburg ein wenig erkundet, bin über die Brücke gelaufen, die dort über den ‚Frisching‘ führt und konnte unmittelbar an den Resten der Brandenburger Kirche vorbei gehen, in der Maria Klein getauft wurde und in der ihre Eltern heirateten.

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Tragischer Vorfall im Hofe Weskeim, Pr. Eylau – 1774

Quelle: Bildarchiv Ostpreußen

Am 21. Mai 1774 kommt es am Hofe zu Weskeim – unweit von Landsberg – zu einem tragischen Vorfall: ein junges Mädchen aus Königsberg, das dort als Dienstmagd für die Familie de Fresin arbeitet, verletzt sich selbst mit einem Brotmesser und verstirbt kurz darauf.

Der Pastor notiert im Kirchenbuch von Eichhorn, Pr. Eylau: ‚d. 21 ten May hat Catharina Vittin, eine Dienstmagd in dem Hoffe Weskeim und von Königsberg gebürtig durch einen Selbstmord indem sie sich außer vielen anderen an Händen und Füßen beygebrachten Wunden mit einem Meßer die Haupt Ader am Halß aufgeschnitten hat, verblutet und ihrem Leben selbst ein Ende gesetzt. Sie wurde des Abends am Zaun des Kirchhoffs verscharret‚.

Zwei Jahre später erscheint ein von Dr. Christoph Gottlieb Büttner – ordentlichem Professor für Zergliederungskunst – herausgegebenes Lehrbuch für angehende Ärzte und Wundärzte, in dem Professor Büttner ihnen erklärt, ‚wie sie sich vor, in und nach den legalen Besichtigungen todter Körper zu verhalten, und die Besichtigungsscheine einzurichten haben‘.

Das Buch enthält detaiilierte Beschreibungen zahlreicher Obduktionen – u.a. wird auch die Dienstmagd aus Weskeim erwähnt, denn auch sie wurde nach ihrem Tod von Herrn Professor Dr. Büttner obduziert.

Nun erfährt man Näheres über die Hintergründe und Todesumstände des jungen Mädchens. Prof. Dr. Büttner berichtet, dass ‚es sich zugetragen, daß in dem adel(igen) Hofe Weskeim, eine freye und unverheyratete Weibsperson, 21 Jahre alt, namens Anna Catharina Wittcken, welche sich in genanntem Hofe vermiethet gehabt, nach derer Obducenten Bericht seit dem 22ten April an einem Fieber laboriret und in ihrer Krankheit den 21ten May gegen Abend mit einem bey sich gehabten stumpfen mittelmäßigen Brodtmesser, an einigen Orten ihres Leibes, besonders aber in den Hals sich geschnitten und bald nach verrichtetener That verschieden‘.

Die Abfolge der Ereignisse im einzelnen: Nach dem Tod des Mädchens lässt der Gutsherr – Herr Lieutnant de Fresin – zunächst den ‚Bartensteinschen Herrn Kreisphysicum D. Engel holen, der die Verstorbene am Tag nach ihrem Versterben genauestens untersucht und diese – ‚unter Zuziehung des Bartensteinschen Stadtchirurgi Müller‘ – obduziert. Man kommt zu folgendem Ergebnis: Anna Catharina Wittcke hatte mehrere Wochen lang an einem heftigen Entzündungsfieber laboriret‚ – begleitet von starkem Durst, Phantasien und Beklommenheit. Sie habe während der gesamten Zeit ‚alle ihr angebotenen Hülfsmittel‘ abgelehnt und schließlich im Fieberdelirium ‚mit einem bey sich gehabten stumpfen mittelmäßigen Brodtmesser, an einigen Orten ihres Leibes, besonders aber in den Hals sich geschnitten‘. Diese Verletzungen an sich seien nicht tödlich gewesen, das Blut habe jedoch ‚wegen der großen Fieberhitze .. so heftig gewallet‘ und deshalb sei ‚die Verblutung so schleunig und heftig gewesen‘.

Mit diesem Befund will sich der Stiefvater der Verstorbenen – Daniel Germershausen – jedoch nicht zufrieden geben. Vor dem Königlichen Hofgericht in Königsberg behauptet er, das junge Mädchen habe keinen Selstmord verübt, sondern sei durchdie üble Behandlung der adel(igen) Frau de Fresin geb. von Königsecken‘ (=Königsegg) ums Leben gekommen.

Schließlich wird auch Herr Professor Dr. Büttner hinzugezogen. Da sich dieser gerade auf einer Landreise befindet, fahren zunächstHerr Substitutus Fisci Yorck sowie der ‚Königliche Hofchirurgo Knopf‘ nach Weskeim, ‚welcher erstere weitläufig die Sache untersuchte‘. Nach seiner Rückkehr begibt sich auch Prof. Büttner am 5. Juni nach Weskeim. Von dort aus fahren die Ärzte gemeinsam zur Grabstelle der Verstorbenen nach Eichhorn. ‚Und ist selbige nach dem aufgraben aus dem Sarge genommen, in vieler Menschen, auch der Frau de Fresin Hochwohlgeb(oren) Gegenwart von uns … legaliter besichtiget worden‘ berichtet Herr Professor Büttner in seinem Buch.

Letztlich wird auch von Professor Büttner der Befund der vorherigen Untersuchungen bestätigt.

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Großbürger in Landsberg, Pr. Eylau

Bürger einer Stadt konnten unsere Vorfahren nur dann werden, wenn sie bestimmte Voraussetzungen erfüllten und bereit waren, gewisse Pflichten zum Wohle der jeweiligen Stadt zu erfüllen. So mussten sie:

  • ein bestimmtes Alter erreicht haben
  • innerhalb der Stadt wohnen
  • Steuern und Abgaben an die Stadt zahlen
  • bereit sein, Wehrdienst für die jeweilige Stadt zu leisten
  • und vom Magistrat der Stadt aufgenommen werden

Sie entrichteten ein Bürgergeld und leisteten einen Bürgereid, in dem sie versprachen, all ihre Pflichten zu erfüllen.

Das Großbürger-Recht konnten lediglich Kaufleute und Mälzenbräuer erwerben. Diese mussten zuvor bereits Bürger der Stadt gewesen und zu einem gewissen Wohlstand gekommen sein – nur dann waren sie auch in der Lage, sich dieses Recht zu erkaufen. Einfachen Handwerkern oder kleinen Händlern war es nicht möglich, Großbürger zu werden. Diese durften ihr Gewerbe nur innerhalb der Stadt ausüben, während Großbürger auch außerhalb der Stadt Handel betreiben und auf diese Weise weiteren Reichtum erlangen konnten. Außerdem konnten sie in einflussreiche Ämter ihrer Stadt gewählt werden.

Bei Durchsicht der Kirchenbücher von Landsberg, Pr. Eylau, fallen mir im 18. Jahrhundert folgende Großbürger auf:

  • Borschdorf(f), JacobGroßbürger, Mälzenbräuer, Kuchen- u. Losbäckermeister – + vor 1783 – To Charlotta oo 1783 Gotthilf Heinrich Kode, Cassencontrolleur bei der Königlichen Accise in Landsberg
  • Borschdorf(f), Christoph 33, – Großbürger, Mälzenbräuer, Kuchen- u. Losbäckermeister oo 20.11.1787 Anna Regina Weyde, geb. Freywald, 25, Witwe von Carl Ludwig Weyde, Königl. Posthalter, Postwärter, Großbürger u. Mälzenbräuer
  • Crüger, Daniel Friedrich – um 1780 Großbürger u. Materialist
  • Döpner, Christoph – Großbürger und Mälzenbräuer oo 1782 Dorothea Braxein, des verstorbenen Cöllmers in Pompicken Christoph Braxein nachgel. ehel. Tochter (31/22)
  • Döpner, Jacob Gottlieb – um 1795 Großbürger u. Mälzenbräuer
  • Freywald, Gottfried – Großbürger – To Carolina oo 18.4.1797 Friedrich Wilhelm Görcke, Inspector der Adlig Groß Seewaldtschen Güter 24/19
  • Glaubitz, Friedrich – um 1780 Großbürger u. Mälzenbräuer, auch Festbäckermeister, am Markt wohnhaft – Ehefrau Maria Dorothea geb. Klein oo 1782 Maria Dorothea Koy, To des Großbürgers, Mälzenbräuers u. Festbäckermeisters Johann Friedrich Koy (+1781) dessen To Carolina Wilhelmina Koy oo 11.10. 1797 Johann Gottfried Habner, Bürger u. Schwarzfärbermstr., Witwer 46/19 – To Carolina Habner oo 16.8. 1797 Friedrich Witt, angehenden Großbürger u. Mälzenbräuer 32/17
  • Häusener, Christian – Großbürger u. Mälzenbräuer oo 1737 Fr. Catharina, des + Mr. Johann Friedrich Geißlers, gewesenen Bürgers u. Festbäckers wie auch Mälzenbräuers u. Stadtältesten hinterlaßene Witwe
  • Helbing, Herr George Heinrich – 1783 Großbürger, wie auch Kauf- u. Handelsmann, am Markt wohnhaft – Ehefrau Frau Maria Lowisa geb. Häusner
  • Hennig, Johann Gottfried – Großbürger u. Medicin-Apotheker am Markt + 8.12.1782 – 28 Jahre, 6 Monate
  • Heske. Martin – + vor 1786 Großbürger u. Kirchenvorsteher
  • Kohn, Johann – um 1800 Großbürger u. Mälzenbräuer in der. Hofgasse – Eheg. Charlotta geb. Busau
  • Liegendhof, Magnus – 1777 Großbürger u. Ältermann des Fest- u. Weißbäckergewerks am Mühlenthor – To Julia oo 1793 Johann Gottfried Döpner, Bürger u. Kürschnermstr.
  • Lindekamm, Johann Gottfried – um 1800 Großbürger u. Mälzenbräuer am Markt – Ehefrau Carol. Lowisa Neumann
  • Meding, Friederich – um 1790 Großbürger u. Drechsler Meister, am Markt wohnhaft, – Ehefrau Sophia Carolina geb. Oehmke
  • Neumann, Erdmann – um 1780 Großbürger, Mälzenbräuer u. Ältermann der Drechsler – To Anna Charlotta oo 1777 den Müllermeister Friedrich Gabriel – auch Friedrich Gabriel wird Landsberger Großbürger u. heiratet 1787 als Witwer Anna Elisabeth Westphal, To des Müllermeisters Johann Friedrich Westphal
  • Neumann, Johann Friedrich – um 1785 Großbürger u. Mälzenbräuer, auch Drechsler Meister, am Markt wohnhaft – Ehefrau Catharina Barbara geb. Link
  • Neumann, Johann Gottfried Neumann, 22, Großbürger, Mälzenbräuer u. Kürschnermstr oo 1795 Dorothea Döpner, 25, Witwe des + Großbürgers, Mälzenbräuers u. Stadtältesten Christoph Döpner
  • Philipp, Gottlieb – 1783 Großbürger und Mälzenbräuer, auch Mühlenmeister, am Markt wohnhaft – Catharina Barbara Zimmermann
  • Radtke, Michael – um 1780 Großbürger u. Schneidermeister u. Stadtältester
  • Reimer, Daniel Christoph – Großbürger u. Stadt-Chirurg oo 1795 Anna Theodora Koy, To. des + Großbürgers, Mälzenbräuers u. Festbäckermstr. Johann Friedrich Koy 47/20
  • Schiborra, Ludwig – um 1795 Großbürger u. Gewürzhändler, am Markt wohnhaft – Eheg. Anna Lowisa geb. Pollitt
  • Stamm, Christoph – um 1790 Großbürger u. Zimmermeister, am Rathhause wohnhaft – Ehefrau Catharina Barbara geb. Geisler
  • Tobien, Ernst Melchior – 1777 Großbürger am Markt u. Maria Dorothea Henning – er + vor 1785 – seine Witwe heiratet am 15.7.1785 Friedrich Hieronymus Huhn, Cantor u. Organist der Landsberger Kirche u. Stadtschule 30/35
  • Winkelmann, Johann Ernst – Großbürger u. Stadt-Chirurg + vor 1794 – To Friederica Amalia oo 1797 Christoph Wilhelm Ewert, Bürger u. Maler in Landsberg
  • Will, Michael – Großbürger u. Mälzenbräuer, am Markt wohnhaft oo 1787 Ehegattin Anna Lowisa geb. Czesnick (Gesnik) 26/17
  • Zilian, Christlieb Friederich – um 1795 Großbürger, Mälzenbräuer u. Schuhmachermeister, am Markt wohnhaft – Ehefrau Maria geb. Neustock

Diese Auflistung ist vermutlich nicht ganz vollständig – ich bin nicht sicher, ob ich sämtliche Großbürger ‚erwischt‘ habe. Auffällig ist, dass viele von ihnen am Landsberger Markt wohnen.

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So mancher Bauer bleibt mit offenem Mund und Auge stehen

Die von Ernst Litfaß erfundenen Säulen wurden auch ‚Annonciersäulen‚ genannt. Im Jahre 1878 setzt sich Elimar Klein dafür ein, dass sie auch in Königsberg aufgestellt werden.

Bekanntmachung im Memeler Dampfboot im März 1878

Rg. Königsberg, 29. März. Unsere Vaterstadt soll durchaus weltstädtisches Aussehen erhalten. Unser Mitbürger Elimar Klein ist beim hiesigen Magistrate darum eingekommen, an Stelle der alten schwarzen Anschlagtafeln Litfaßsäulen nach dem Muster der Berliner an geeigneten Plätzen aufstellen zu dürfen. Obenan sollen dann die betreffenden Polizeibureaus, Feuermeldestationen, Armenvorsteher u.s.w. verzeichnet werden und die Säulen selbst an der Spitze eine Laterne erhalten. Sollte sich der Magistrat hiemit einverstanden erklären, was wohl zu wünschen wäre, so würden wir gut thun, diese Säulen Kleinsäulen zu nennen, um unsern unternehmungslustigen Mitbürger wenigstens so zu ehren. Herr Klein hat in Königsberg viele leicht in die Augen fallende Häuserwände gepachtet und sie mit Annoncen bemalen lassen, die sämmtliche Farben des Regenbogens aufweisen. So mancher Bauer, der hier in die Stadt kommt, bleibt vor diesen grellen Farbenschildern mit offenem Mund und Auge stehen.

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Auf den Spuren der Familie Holzweiß aus Landsberg, Pr. Eylau

Im Zusammenhang mit seinen eigenen Tiesler-Vorfahren (auch Tieseler oder Tießler geschrieben – später einheitlich Tiesler) veröffentlicht der Eisenbahn-Ingenieur Kurt Tiesler im Deutschen Geschlechterbuch Bd. 68 auch Informationen über die Familie >>>

Zacharias Holzweiß ist der erste Träger des Namens Holzweiß (auch Holtzweiß oder Holtzweißke geschrieben), der in den Kirchenbüchern von Landsberg, Pr. Eylau, zu finden ist. Im Jahre 1713 ist er Bürger und Sattlermeister in Landsberg und nach ihm üben noch mehrere Generationen seiner Nachfahren in dieser Stadt denselben Beruf aus.

Zacharias Holzweiß ist verheiratet mit Lowisa Reimann. Ihr Ehe ist in Landsberg nicht zu finden – aufgrund der gegenseitigen Übernahme von Patenschaften innerhalb der Familien Holzweiß und Reimann ist sie vermutlich eine Schwester des zu dieser Zeit in Landsberg lebenden ‚civis und pannifers‘ (Bürgers und Tuchmachers) Andreas Reimann.

Am 18. August 1713 wird in der Landsberger Kirche ihr Sohn Christophorus Holzweiß getauft. Nach ihm kommen noch 4 weitere Söhne zur Welt, die jedoch – bis auf den 1727 geborenen Christian – alle früh sterben.

Christophorus bzw. Christoph – wie er später genannt wird – heiratet am 21.6.1739 in der Landsberger Kirche die älteste Tochter meiner Vorfahren Johann Wilhelm Hellwich und seiner Ehefrau Anna Söcknick. Im Kirchenbuch ist zu lesen: ‚Mr. Christoph Holtzweiß, Bürger u. Sattler alhier, mit Jgfr. Anna Maria, des Tit. Mr. Johann Wilhelm Hellwichs, Arendatoris der hiesigen Hochgräflichen Mühlen Arendatoris eheleibl. ältesten Tochter‘

Heiratseintrag im Kirchenbuch von Landsberg

Beide Holzweiß-Eltern sind zum Zeitpunkt der Eheschließung ihres Sohnes bereits verstorben – Vater Zacharias Holzweiß stirbt im Februar 1739 im Alter von 50 Jahren, Mutter Lowisa bereits im Dezember 1737.

Christoph Holzweiß und Anna Maria Hellwich bekommen insgesamt 7 Kinder:

  • Johann Christoph * 4.9.1740
  • Gottfried * 4.1.1743 – + 23.5.1743
  • Gottlieb * 21.4.1744
  • Johann George * 13.3.1747
  • Anna Maria *Oktober 1749
  • Wilhelm * um 1753
  • Zacharias * um 1755

Einige Daten sind aufgrund der Lücken im Bestand der Kirchenbücher von Landsberg nicht mehr genau zu ermitteln – sicher ist jedoch, dass 3 Söhne dieser Familie: Johann George Holzweiß Wilhelm und Zacharias Holzweiß in Landsberg bleiben, hier Familien gründen und die Familientraditon fortsetzen, indem auch sie den Beruf des Sattlermeisters ausüben.

Das Zunftwappen der Sattler LutzBruno – old Lexica: Ritters geographisch-statistisches Lexikon, 2 Bände (A-K, L-Z) Ed.: J. Penzler, Otto Wiegand, Leipzig

Johann George Holzweiß lebt mit seiner Ehefrau Maria Elisabeth Bünder als Sattlermeister am Markt und hat mindestens 3 Kinder.

Wilhelm Holzweiß heiratet am 9.11.1781 in Landsberg Charlotte Tiesler, eine Tochter des Landsberger Bürgers und Seilermeisters Michael David Ties(e)ler und dessen Ehefrau Helene Dorothea Hensel. Wilhelm wird nur 31 Jahre alt und verstirbt am 3. November 1884 an der Schwindsucht – nur wenige Monate nach der Geburt des Sohnes Carl Friedrich Holzweiß, der am 5. Februar 1784 in Landsberg zur Welt kommt.

Zu Familie Tiesler: Michael David Ties(e)ler wird 1721 in Landsberg als Sohn des Bürgers und Seilermeisters Christian Tiesler geboren. Er besitzt ein halbes Haus in der Hinter-Straße Nr. 78 sowie ein halbes Haus in der Hofgasse Nr. 9. Das halbe Haus in der Hintern-Straße – ‚mit dem dazu gehörigen halben Hauß-Acker und halben Hauß-Garten, und überhaupt, was darinnen Erd- Wand- Land- Niet- und Nagelfest ist‘ – verkauft Michael David Ties(e)ler im Mai 1780 an den Landsberger Mädchen-Schullehrer Benjamin Fünfeich. Die Haushälfte in der Hofgasse bleibt im Besitz der Familie. Nach Ties(e)lers Tod am 28.7.1786 erbt zunächst seine Witwe Helene Dorothea Hensel (* 1723 in Landsberg), die das Haus für 500 Gulden an ihren Sohn Carl David Ties(e)ler verkauft. Sie selbst behält das Wohnrecht und darf bis zum Lebensende ein Beet im ‚Geköchgarten‚ bewirtschaften. (Diese Informationen stammen aus dem DGB Bd. 68).

Quelle: Deutsches Geschlechterbuch Bd. 68

Um 1788 verlegt der Seilermeister Carl David Tieseler seinen Wohnsitz von Landsberg in die Stadt Pr. Eylau, wo er das Grundstück in der Schlossstraße Nr. 117 ersteht. Auf diese Weise gelangt das halbe Haus in der Landsberger Hofgasse in den Besitz der Familie Holzweiß – in die Familie seiner Schwester Charlotte.

Charlotte ist mittlerweile – nach dem Tod ihres Ehemanns Wilhem Holzweiß (s.o.) und einer kurzen Ehe mit dem Landsberger Schuhmachermeister Gottfried Böhm – mit Wilhelms Bruder Zacharias Holzweiß verheiratet. Auch Zacharias war bereits einmal verheiratet – seine 1. Ehefrau Lovisa Catharina Nitsch (*1766 in Landsberg) verstarb 1792 – 3 Kinder aus dieser Ehe ebenfalls.

Zacharis Holzweiß und Charlotte Tiesler bekommen drei weitere Kinder:

  • Dorothea Holzweiss *1793 heiratet 1818 in Königsberg den Bürger und Stellmacher Johann Christoph Herrmann.
  • Johann Christoph Holzweiß *1796 heiratet 1820 in Landsberg Charlotte Heske, eine Tochter des Landsberger Bürgers und Böttchermeisters Gottfried Heske (wohnhaft „unter dem Rathause in den Zaunbuden“) und seiner Ehefrau Anna Maria Friedrich und lebt nach seiner Eheschließung als Seilermeister in Zinten. Auch der 1838 in Zinten geborene Sohn Johann Gustav Holzweiß ist später Seilermeister in Zinten.
  • Carl Ludwig Holzweiß (1799-1800) und
  • Gottfried Wilhelm Holzweiß (1801-1804)

In Landsberg übernimmt der o.g. Carl Friedrich Holzweiß – Sohn von Wilhelm Holzweiß und Charlotte Tiesler – nach dem Tod seines Stiefvaters und Onkels Zacharias Holzweiß (+ 1807) und Auszahlung der Erbteile an seine Stiefgeschwister das Grundstück in der Hofgasse Nr. 9. Auch Carl Friedrich ist Sattlermeister. Am 31. Oktober 1808 heiratet er in Landsberg die Hebamme Anna Catharina Charlotta Stannowsky (auch Stangnowsky), die einzige Tochter des Landsberger Bürgers und Zimmermeisters Johann George Stannowsky.

Drei Söhne dieses Ehepaars konnte ich weiter verfolgen – sie üben nun allerdings andere Berufe aus:

August Leopold Caspar Holzweiß besucht dss Lehrer-Seminar in Klein Dexen und beendet die Ausbildung im Jahre 1834 als Elementar-Schullehrer. August Leopold heiratet zunächst Charlotte Sophia Kirstein, eine Tochter des Lehrers Gottfried Kirstein (Lehrer in Leissen, Görken u. Topprienen – über die Lehrerfamilie Kirstein habe ich bereits hier geschrieben). August L.C. Holzweiß unterrichtet etwa 10 Jahre lang in Damerau bei Bartenstein. Nach dem Tod seiner Ehefrau (+ 1847 in Damerau) heiratet er 1848 in Königsberg Auguste Johanne Driwanowski, wird bis 1858 Lehrer in Spittehnen und unterrichtet anschließend an der Stadtschule in Friedland. Dort verstirbt er am 17. April 1875.

Carl Friedrich Holzweiß ehelicht 1849 in Schippenbeil Charlotte Friederike Groeck, eine Tochter des dortigen Schuhmachermeisters Gottlieb Groeck, und gründet als Bürger und Riemermeister eine Familie in Schippenbeil.

Rudolph Holzweiß bleibt in Landsberg, wo er bis zu seinem Tod am 17. April 1877 als Fleischermeister für das Wohl der Landsberger Bewohner sorgt. Rudolph ist verheiratet mit Heinriette Lapuse – die beiden bekommen 7 Kinder. Der 1851 geborene Sohn August Lepold Holzweiß wird Glasermeister in seiner Heimatstadt Landsberg und heiratet 1876 Lina Schwittlau – 1877 wird Anna Lina Holzweiß geboren und 1879 kommt Sohn Paul Hugo Holzweiß in Landsberg zur Welt. Später lebt der Glasermeister mit seiner Familie in Allenstein.

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Alte Häuser in Hoppendorf, Pr. Eylau (Grotowo)

Zur Situation im Jahr 1939 schreibt Dr. Fuchs in seiner Chronik des Dorfes Hoppendorf:

„Das Dorf hat selbst 16 Gehöfte. 26 Hofstellen sind Abbauten. Die Größe der Dorfflur beträgt 1900 Morgen, dazu kommen vom Ortsteil Groß Steegen 500 Morgen Acker, 96 Morgen Wasser und 1050 Morgen Wald. In Hoppendorf befinden sich 23 Erbhöfe (darunter sieben Siedler), die Besitzgröße der Erbhöfe liegt zwischen 37 und 396 Morgen. 24 Landwirte haben ein Anwesen unter 30 Morgen Größe. Im Dorf leben außerdem sieben Maurer, ein Tischler, ein Schneider und ein Schmied. Außerdem befindet sich in ihm ein Gasthof. Die Erbhöfe umfassen insgesamt 550,58 ha, die landwirtschaftlichen Kleinbetreibe 125,60 ha. Innerhalb der Dorfflur befinden sich 39,56 ha Pachtland, außerdem gehört dazu ein Pachtland von 17,32 ha, das außerhalb der Dorfflur liegt. Auf Wege und Gewässer kommen 23,89 ha. Nach der Zählung vom 17. Mai 1939 befinden sich in Hoppendorf 287 Bewohner.“

Die Chronik enthält auch Abbildungen einiger Hoppendorfer Häuser und Informationen über die Familien, die darin wohnten.

letzter Besitzer: Karl Hantel, Bauer *28.10.1904 – seine Familie stammt aus Glandau und kam 1876 nach Hoppendorf – Ehefrau: Edith, geb. Düsterhöft *1.4.1906 in Johannesgrün, Kr. Zinn. Das Haus wurde 1851 erbaut, als das Grundstück, auf dem dieses Haus steht, vom Schulzschen Grundstück abgetrennt wurde.

  • 1852 im Besitz von Ernst Schulz u. Frau, geb. Knorr (Schwester des Friedrich Knorr)
  • 1878 Julius Hantel (aus Glandau)

letzter Besitzer: Friedrich Ritter, Landwirt *14.10.1878 – die Familie stammt aus Balga und kam 1899 nach Hoppendorf – Ehefrau: Maria, geb. Zimmermann *24.11.1874 in Hohenfürst, Kr. Heiligenbeil – 9 Kinder

letzter Besitzer: Rudolf Ritter, Maurer u. Landwirt *30.7.1899 (Sohn von Friedrich R.) – Ehefrau: Maria, geb. Schink *24.1.1899 in Wilhelmsberg, Pr. Eylau

In dem „Antonschen“ Haus wohnten:

  • 1849 Gottfried Anton u. Luise, geb. Neumann
  • 1855 Friedrich Anton u. Caroline, geb. Coehn
  • 1869 Hermann Mitau u. Wilhelmine, geb. Anton
  • 1891 Gottfried Klein u. Wilhelmine, geb. Anton, verw. Mitau
  • 1900 Carl Schulz u. Berta, geb. Günther
  • 1902 Gottfried Dreher u. Amalie, geb. Lehmke
  • 1910 Rudolf Dreher u. Auguste, geb. Schirrmacher

Von dem ehemaligen ‚Antonschen‘ Besitz wurden im Laufe der Zeit mehrere andere Grundstücke abgetrennt: eines um 1840 für Ernst Rogge – ein anderes für Heinrich Faber u. Ehefrau Maria, geb. Kohse

Bevor Ludwig Aust sich in Hoppendorf niederließ, war er Pächter des Gutes Achthuben. Im Jahre 1838 wohnt er mit Ehefrau Marie, geb. Lindemann bereits in Hoppendorf. Nach seinem Tod heiratet seine Witwe 1849 den Bauern Conrad Kroll.

Weitere Besitzer waren:

  • 1870 Wilhelm Kroll u. Henriette, geb. Plehn
  • 1895 Julius Perbandt u. Marie geb. Korsch
  • 1902 Franz Paul u. Martha, geb. Ewers
  • 1849 Abtrennung eines Grundstücks für Johann Robben
  • 1867 wurden 20 Morgen abgetrennt für Carl Aust, Sohn von Ludwig Aust

Dieses Haus befand sich auf dem Grundstück von Friedrich Knorr u. Dorothea, geb. Schwarz. 1848 wurde das Anwesen aufgeteilt für die 4 Töchter des Friedrich Knorr:

  • Wilhelmine Jaekel, geb. Knorr
  • Maria Will, geb. Knorr
  • Johanna Luise Mindt, geb. Knorr
  • Anna Elisabeth Krause, geb. Knorr

Die Eltern behalten 13 Morgen Land sowie das später ‚Geschwisterhaus‚ genannte Wohnhaus und die Stallungen – Erben sind die o.g. Töchter.

Vergleicht man die folgende Skizze (Stand 1939) mit der sogenannten ‚Urkarte‚ im vorherigen Beitrag, so erkennt man deutlich, wie sehr sich die Grundstücke durch Abteilungen und Verkäufe im Laufe der Zeit verändert haben.

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