Verordnete Trauer

Im Verlaufe des 18. Jahrhunderts werden in Preußen unzählige Verordnungen erlassen – sämtliche Bereiche des Lebens und Zusammenlebens werden bis ins Kleinste reglementiert – auch trauern darf man nur nach Vorschrift.

Nachdem es mit einer Trauer-Verordnung des Königs aus dem Jahr 1720 nicht so recht geklappt und der König ‘mißfällig‘ vernommen hat, dass dieser Verordnung ‘nicht überall gehörig nachgelebet worden,’ erlässt König Friedrich Wilhelm in Preußen 1734 ein ‘erneuertes Edikt’, in welchem er kund tut, ‘wie es in denen königlichen Landen mit der Trauer gehalten werden soll’. In dieser Verordnung wird genau festgelegt, auf welche Weise die ‘Königlich Preußischen Unterthanen’ zu trauern haben:

  • Die Zeit der Trauer beginnt am Tag, an dem der Verstorbene ‘das Zeitliche verlassen hat’.
  • Bei gekrönten Häuptern, Prinzen oder Prinzessinen des Königlich Preußischen Hauses wird jeweils eine gesonderte Verordnung erteilt
  • Verstirbt ein Kind, das älter ist als 12 Jahre, sollen die Eltern 3 Monate lang trauern – bei Kindern unter 12 Jahren gar nicht! (Aufgrund der hohen Kindersterblichkeit zu dieser Zeit – sehr viele Kinder sterben bereits im Kleinkindalter – würde so manches Elternpaar ansonsten vermutlich ununterbrochen trauern)
  • Beim Tod der Eltern, Groß- und Urgroßeltern wird den Kindern 6 Monate Trauer verordnet – Stiefeltern werden dagegen nur 30 Tage betrauert
  • Eine Witwe soll ihren Ehemann 1 Jahr lange betrauern – nicht länger! ‘Der Ehemann aber soll die Trauer über seine mit Tode abgegangene Ehegenoßin nach Verfließung von 6 Monaten wieder ablegen’.
  • Schwiegereltern sollen nicht länger als ein halbes Jahr betrauert werden.
  • ‘Wer von jemand zum Universal-Erben oder Legatario eingesetzet ist, hat die Freyheit, die Trauer über desselben Tod bis zu Ende des sechsten Monats zu continuiren’.
  • Versterben Bruder, Schwester, Schwager oder Schwägerin, so reichen drei Monate.
  • Auch bei allen übrigen Verwandten und Angehörigen reichen drei Monate Trauer.
  • Niemand darf bei einem Todesfall ‘seine Carossen drapiren, oder seine Pferde und Zimmer mit schwarz behängen’ - wer dem zuwider handelt, wird bestraft.

‘Damit nun obiges alles stest und genau abserviret werde’, werden die preußischen Beamten aufgefordert, über die Einhaltung des Edikts zu wachen – bei Verstößen werden Geldstrafen angedroht.

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Landsberg, Pr.Eylau, Bartensteiner Str. 195

Aufgrund einer Adressen-Angabe in den standesamtlichen Sterbeeinträgen konnte ich ein weiteres Haus in Landsberg, Pr.Eylau (Górowo Iławeckie) aufspüren, in dem wohl einige meiner Vorfahren früher ein- und ausgegangen sein werden. Das Haus in der ehemaligen Bartensteiner Straße hatte die Nummer 195.

Quelle: Google Earth

Um 1911 – und vermutlich schon zuvor – wohnt hier der Postschaffner Albert Hermann Krause mit seiner Familie. Albert Krause ist seit 1885 verheiratet mit Bertha Louise Grigoleit, die am 9. Oktober 1863 als Tochter des Böttchermeisters Friedrich Wilhelm Grigoleit und Ehefrau Johanna Sophie Grunau in Landsberg zur Welt kommt.

Ihr älterer Bruder Otto Albert Grigoleit, der – wie sein Vater – Böttchermeister wird, ist der Ehemann von Elise Helene Westphal, einer jüngeren Schwester meiner Urgroßmutter Therese Amalie Westphal.

Bartensteinerstraße

Das Schwarz-Weiß-Foto stammt aus der Zusammenstellung über die Straßen und Häuser in Landsberg von Manfred Groß.

Offenbar war das Haus für Postbeamte und deren Familien gedacht. Später wohnten hier (laut Manfred Groß) der Postschaffner Josef Diemert, der Postsekretär Karl Zachau und der Postbeamte Karl Bandurski mit Ehefrau Agatha geb. Glomm und Kindern.

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Häusersuche in Landsberg, Pr. Eylau

Zweimal bin ich bisher in Landsberg (Górowo Iławeckie) gewesen – im Sommer 2007 und im Sommer 2011. Ich wusste damals einiges über das Leben meiner Vorfahren in dieser Stadt. Hier wurde 1886 mein Großvater Carl Ludwig Gegner geboren, hier heirateten meine Urgroßeltern Rudolph Leopold Gegner und Therese Amalie Westphal – Therese und ihre Geschwister kamen hier zur Welt und Thereses Vater Johann Carl Westphal betrieb hier seine Mühle. Manches wusste ich damals aber nicht.

Landsberg_Zentrum

In der Zeit von 1891 bis 1895 verließen meine Urgroßeltern ihre ostpreußische Heimat – die meisten Verwandten aber blieben in Landsberg und der Umgebung. Thereses Geschwister heirateten und bekamen Kinder, die dort aufwuchsen und ebenfalls Familien gründeten.

Ich erinnere mich, dass ich mich bei meinen Besuchen in Landsberg immer wieder fragte, in welchen Häusern meine ostpreußischen Vorfahren und Verwandten wohl gewohnt haben mögen. Leider hatte ich bislang kaum Anhaltspunkte, dies herauszufinden. Eine Einsicht in die vom Staatsarchiv Allenstein veröffentlichten Standesamts-Unterlagen von Landsberg bietet nun eine Möglichkeit, denn einige Jahrgänge der Sterbeeinträge nach 1900 enthalten die genauen Adressen der Familien. ‘Bewaffnet’ mit dieser Adresse kann man anhand des obigen Plans per ‘Google Street View’ durch die Stadt schlendern und versuchen, das entsprechende Gebäude zu finden.

So weiß ich nun, dass die Hebamme Auguste Westphal (eine Schwester meiner Urgroßmutter Therese) mit ihrem Ehemann, dem Müllermeister Julius Riehl, 1912 in der Hofstraße Nr. 16 wohnte und dass ihre Schwester Elise mit ihrem Ehemann, dem Böttchermeister Otto Grigoleit, 1907 im Haus Burgstraße Nr. 145 lebte. Im Haus Burgstraße Nr. 147 wohnte um 1910 Thereses Cousine Amalie Westphal, die verheiratet mit dem Klempnermeister Wilhelm Heise. Überhaupt scheint die Burgstraße eine ganze Reihe von Anverwandten beherbergt zu haben.

Hofstraße 002 (2)

Dieses Bild und der obige Plan stammen aus einer Dokumentation der Häuser von Landsberg und ihren Bewohnern, die von Manfred Groß erstellt wurde.

In der Hofstraße Nr. 14 befand sich auch das Hotel ‘Deutsches Haus‘, das der Landsberger Kaufmann Friedrich Rudolph Ankermann (ein Bruder meiner Ur-Ur-Großmutter) zeitweise besaß und 1862 durch einen Neubau ersetzte.

Heute sieht die ehemalige Hofstraße anders aus. Das Hotel wurde im Krieg zerstört und nicht wieder aufgebaut. Auch das Haus Nr. 15 fehlt – es klafft eine große Lücke. Aber das Haus Nr. 16, in dem Julius Riehl mit seiner Familie wohnte, steht noch.

Landsberg_Hofstrasse16-18

Hofstraße 16-18

Meine Spurensuche wird hoffentlich noch weitere Erkenntnisse bringen und bei einem weiteren Besuch in Landsberg werde ich sicherlich mit ganz anderen Augen durch die Straßen gehen.

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Erbpächter und Bauern in Hoofe, Pr. Eylau, um 1828

Die ‘Grundakten der Peistenschen Güter‘ (verwahrt im Staatsarchiv Allenstein) enthalten auch Dokumente, in denen die ‘Regulierung der gutsherrlichen und bäuerlichen Verhältnisse’ der zur Begüterung gehörigen Orte dokumentiert wird.

Auch Hoofe (heute Dwórzno) gehört zur Begüterung Peisten, die zur Zeit dieser Regulierung im Besitz des Landrats Ludwig Constantin Sylvester von Creytz (von Kreytzen) ist. Dort leben um 1820 auch meine Vorfahren Carl Mat(t)ern und seine Ehefrau Maria Borm. Von 1818 bis 1834 werden hier sechs ihrer sieben Kinder geboren – u.a. meine Ur-Ur-Großmutter Justine Friedericke Matern.

Hoofe_Karte

Auszug aus den Grundakten:

‘Die Feldmark (Hoofe) grenzt im Norden mit den Ländereyen des Dorfes Pap(p)erten und der Stadt Landsberg, im Osten mit den Ländereyen der Stadt Landsberg und der Dörfer Grauschienen und Gruenwalde, gegen Süden mit den Ländereyender Dörfer Greunwalde und Hanshagen und gegen Westen mit den Ländereyen des Dorfen Hanshagen unddes Vorwercks Fiencken (Finken)’…

Das Dorf besteht:

a. aus 23 Erbpachts Bauerhöfen, deren Ober-Eigenthümer das Dominium Peisten ist und deren Inhaber namentlich heißen und besitzen:

Erbpacht_Hoofe

b. aus 15 Bauernhöfen, welche dem Edict vom 14. September 1811 und dessen Declaration unterliegen, deren Besitzern die Gebäude und Gärte aber schon eigenthümlich gehören; namentlich heißen und benutzen:

 Hoofe_Bauernhöfe

Hier kann man den Ort Dwórzno übrigens vom Auto aus betrachten!

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Seelenliste der Stadt Landsberg, Pr. Eylau – 1840

Im Staatsarchiv von Allenstein befindet sich unter der Signatur 253/17 eine ‘Liste der sämmtlichen Civil-Einwohner in der Stadt Landsberg‘ Seelenliste_Landsberg aus dem Jahre 1840, die vom Landsberger Magistrat angefertigt wurde. Da ich mich bei meinem Besuch im April vor allem mit Unterlagen befasst habe, die sich mit der Begüterung Worienen beschäftigen, habe ich diese ‘Liste’ (die viele Seiten umfasst) aus zeitlichen Gründen nicht ausgiebig bearbeiten können.

Hier nur ein kurzer Eindruck: in der 1. Spalte werden die einzelnen Familien durchgezählt – 2. Spalte: Nummer des Haushalts. Es folgen alle zum Haushalt zählenden Familienmitglieder (mit Beruf, Angabe des Verwandtschaftsverhältnisses u. Alter).

Seelenliste_Landsberg_2

Nach Auszählung sämtlicher Haushalte und der darin lebenden Personen stellt der Landsberger Magistrat am Ende fest, dass im Jahr 1840 in Landsberg 1977 ‘Seelen’ wohnen.

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Haustrauungen in Königsberg 1784/85

Wollte sich ein Brautpaar in Königsberg (und sicherlich auch woanders) nicht in der zuständigen Kirche, sondern zu Hause trauen lassen, wurde dafür eine besondere Erlaubnis benötigt. Für die Konzession einer solchen Haustrauung wurden Gebühren erhoben, die in Königsberg offenbar an die Königliche Schloss-Bibliothek gezahlt werden mussten.

In den Jahresrechnungen der Bibliotheks-Kasse – digitalisiert von der Lithauischen Nationalbibliothek – entdeckte ich Verzeichnisse, in denen über mehrere Seiten die Namen der Ehemänner aufgelistet werden, die in der Zeit vom 1. Juni 1784 bis zum Mai 1785 für eine Haustrauung bzw. die vorangehende Proklamation jeweils 2 Rthl entrichteten. Bei Lücken in den Eheregistern der Königsberger Kirchenbücher können diese Listen sehr hilfreich sein. In der Akte sind noch weitere Namenslisten für andere Zeiträume zu finden.

SchlossbibliotheKönigsberg_Einnahmen

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Standesamts-Unterlagen von Landsberg, Pr. Eylau

Nun wurden auch die Standesamts-Unterlagen der Stadt Landsberg, Pr. Eylau (Górowo Iławeckie) vom Staatsarchiv Allenstein digitalisiert und ins Internet gestellt. Von 1874 bis zum Jahr 1912 sind sämtliche Geburts-, Heirats- und Sterbeeinträge zu finden. Mit einem Klick auf das Bild gelangt man zum ersten Geburtsregister von 1874.

Standesamt_Landsberg_1874

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Der Krug in Peisten, Pr. Eylau (II. Teil)

Über den Krug in Peisten habe ich bereits früher geschrieben. Der nachfolgende Auszug stammt aus den Grundakten der ‘Adelig Peistenschen Güter’, die ich im April im Staatsarchiv Allenstein eingesehen konnte. Da mein Urgroßvater 4. Grades Johann Heinrich Ankermann diesen Krug fast 30 Jahre lang besaß, freue ich mich über neue Informationen, die sich aus diesem Dokument ergeben, das 1829 aufgesetzt wurde. Das Dokument ist im Übrigen ein schönes Beispiel dafür, dass die Schreibweise der Familiennamen sehr flexibel gehandhabt wurde :-)

Peisten

Actum Landsberg, am 6ten October 1829

 Adel. Peistensches Patrimonial-Gericht

In der Hypothekensache des Kruges zu Peisten erscheinen im heutigen Termin:

  1. der Besitzer Daniel Hellmig
  2. der Besitzer der Peistenschen Lehngüter, Herr Landrath von Kreytz
  3. der Zeuge Maurer Zander aus Peisten

In Stelles des Schäfers Jacob Scheffler hat der Hellmig den Kalkbrenner Gottfried Willmann mitgebracht, welcher mit den Verhältnissen noch besser als der Scheffler bekannt seyn soll.

Die Zeugen mit dem Gegenstand ihrer Aussage bekannt gemacht und zur Aussage der reinen Wahrheit aufgefordert, lassen sich nachfolgend aus:

  1. Der Maurermeister Jacob Zander: Ich bin 70 Jahre alt, lutherischer Religion und mit dem Hellmig sowenig als mit dem frühern Besitzer verwandt, ich bin in Peisten geboren und habe mich von Jugend auf ununterbrochen daselbst aufgehalten.
  2. Der Kalkbrenner Gottfried Woelmann: Ich bin 67 Jahre alt, lutherischer Religion, ebenfalls mit dem jetzigen Besitzer nicht verwandt und wohne schon seit 50 Jahren ununterbrochen in Peisten.

Im Uebrigen verneinen beide Zeugen alle übrigen Generalfragen, welche ihnen auf ihre Glaubwürdigkeit vorzulegen sind. Zur Sache lassen beide Zeugen, abgesondert und einzeln vernommen, sich einstimmig dahin aus:

Der Krug in Peisten ist zuerst von einem gewissen Mollenhauer von der Peistenschen Gutsherrschaft aquirirt worden; wohl mag dies unsres Wissens schon 100 Jahre her seyn. Der erste Moldenhauer übergab diesen Krug an seinen Sohn, und nachdem dieser letztere ihn wenigstens 20 Jahre lang besessen hatte, verkaufte er ihn an einen gewissen Ankermann. Der Ankermann verstarb vor etwa 5 Jahren und heirathete seine Wittwe den jetzigen Krüger Hellmig, welcher nach dem Tode seiner Frau, der verwittweten Ankermann, das Grundstück pro taxa erworben hat. Bebaut ist dasselbe mit dem Krug-Gebäude nebst Scheune und Schuppen. Es gehören dazu ein Baum- und ein Geküchgarten. Wieviel Land zum Kruge gehört, ist uns nicht genau bekannt, daß es aber nicht Huben, sondern nur einige Morgen sind, wissen wir sehr wohl, auch kamen in seiner Zeit in jedem Felde noch 1 Morgen Land dazu, wovon die Besitzer einen sogenannten Zins entrichten müssen. Auch können wir bekunden, daß diese 3 Morgen gewiß schon 50 Jahre zu diesem Grundstück gehört haben.


Einige Informationen zu den Familienverhältnissen:

Der Krüger Daniel Helmig stammt vermutlich aus Gerkehnen bei Mohrungen (im Eheregister ist ‘Girkihnen’ angegeben). Susanna Barbara Politt verwitwete Ankermann ist die zweite Ehefrau von Johann Heinrich Ankermann. Sie verstarb bereits im November 1826 – nur ein Jahr, nachdem sie Daniel Helmig geheiratet hatte und er durch diese Eheschließung in den Besitz des Kruges in Peisten gekommen war. Sie wurde nur 36 Jahre alt.

Daniel Helmig und Susanna Barbara Politt bekommen einen Sohn namens Wilhelm August Helmig, der am 4. Mai 1826 in Peisten geboren und am 7. Mai dort getauft wird. Patin ist u.a. Justine Wilhelmine Sattler, die einzige Tochter des Peistener Jägers Jacob Sattler. Sie wird sich nach dem Tod von Susanna Barbara Politt  vermutlich schon um ihr Patenkind gekümmert haben – im Juli des Jahre 1827 wird sie auch Stiefmutter ihres Patenkindes und Ehefrau von Daniel Helmig. Zu diesem Zeitpunkt ist Justine Sattler erst 17 Jahre alt. Diese Ehe scheint jedoch nicht funktioniert zu haben – als am 1. Mai 1830 Justines Tochter Dorothea getauft wird (im Namensregister als Dorothea Helmig aufgeführt) ist im Taufbuch vermerkt: ‘Muttter: Frau Justine, abgeschiedene Krüger Helmig geb. Sattler; unehelich’.

Am 18.Juli 1835 heiratet Justine Helmig, geb. Sattler den aus Eichhorn stammenden Zimmermann Wilhelm Gegner, einen Sohn des Leinewebermeisters und Krügers Ernst Wilhelm Gegner und dessen Ehefrau Regina Elisabeth Gnoss. Wilhelm Gegner und Justine, geb. Sattler leben fortan in Ponienken und bekommen noch zwei Kinder.

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Carl Ludwig Gegner (1915-2015)

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Er wurde nur 29 Jahre alt. Heute vor 100 Jahren starb mein aus Landsberg, Pr. Eylau, stammender Großvater Carl Ludwig Gegner in Gorlice in Galizien. Mit ihm starben an diesem 2. Mai 1915 allein vom Elisabeth-Garde-Grenadier-Regiment, dem auch er angehörte, 5 Offiziere und 196 andere Soldaten – verwundet wurden 8 Offiziere und 396 Mann.

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DANKE an meinen Freund Maarten Dietrich Gutt, der heute auch an meinen Opa gedacht und sein Grab auf dem Soldatenfriedhof bei Staszkowka besucht hat. Darüber freue ich mich sehr.

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Zurück aus Olsztyn (Allenstein)

In der vergangenen Woche verbrachten meine Freundin Anneliese Grosse und ich insgesamt 5 Tage in Olsztyn und 4 Tage davon im dortigen Staatsarchiv, um verschiedene Unterlagen durchzusehen. Ich bin seit einigen Jahren dabei, eine Chronik über den Ort Worienen, Pr. Eylau, zu schreiben und wusste, dass dort im Archiv noch Unterlagen vorhanden sind, die ich bei meinem ersten Besuch vor 7 Jahren nicht beachtet hatte. Damals lag die Idee, eine Chronik zu erstellen, noch in weiter Ferne.

Allenstein hat sich während der vergangenen Jahre sehr verändert. Rund um die alte Burg wurden schöne neue Parkanlagen und Promenaden angelegt, überall stehen Bänke und immer noch wird viel gebaut.

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Unser Hotel – direkt neben der Burg

Die Arbeit im Staatsarchiv ist ausgesprochen angenehm und unkompliziert. Die Verständigung klappt gut – es wird deutsch gesprochen. Bestellte Akten wurden uns innerhalb kurzer Zeit gebracht. Das Tollste aber war, dass wir unbegrenzt fotografieren durften. Deshalb ist es nun möglich, sämtliche Dokumente zu Hause in Ruhe auszuwerten.

Schade war nur, dass die von mir zuvor per Email bestellten Archivalien am ersten Tag nicht – wie erhofft – bereit lagen. Der Grund war, dass ich die Email aus Versehen nicht direkt an den Lesesaal, sondern ans Sekretariat des Archivs gesandt hatte. Dieses befindet sich auf demselben Flur – zwei Türen entfernt :-)

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